12. Jugendfest der KDJ: Begegnung unter der Tatra
Wieder einmal war es so weit! 250 Jugendliche aus den deutschen Minderheiten in der Slowakei, der Ukraine, Polen und Rumänien trafen sich am 23. August 2025 in Matlarenau/Tatranské Matliare, zum gemeinsamen Lernen, Tanzen, Singen und Musizieren. Die Karpatendeutsche Jugend richtete zum nun schon 12. Mal das Jugendfest aus.
Das Jugendfest hat schon seit vielen Jahren seinen festen Termin im Kalender der Karpatendeutschen. Es gibt der Jugend Raum für Begegnung und internationalen Austausch. Die deutsche Sprache und Kultur ist das verbindende Glied zwischen den jungen Angehörigen der deutschen Minderheiten aus ganz Europa.
Filmen mit dem Handy für Social-Media
Am Nachmittag des 23. August trafen die letzten Gruppen aus dem In- und Ausland ein. Der erste Programmpunkt war ein Social-Media-Filmworkshop mit dem ifa-Kulturmanager Yannick Baumann und Katrin Litschko, der Chefredakteurin des Karpatenblattes.
Als Kennenlernaktivität hatten die beiden Kursleiter den 50 jungen Teilnehmern das Konzept des „Kugellagers“ vorgestellt, bei dem ein innerer und ein äußerer Kreis gebildet werden und sich jeweils zwei Personen gegenüber stehen. Danach interviewt jeder seinen Partner. Nach Abschluss des ersten Gespräches „dreht sich“ das Kugellager weiter und der nächste Partner steht zum Austausch bereit.



Dies diente nicht nur dem Kennenlernen, sondern bereitete auch den ersten Teil des Workshops vor, wo es um die Interviewführung ging. Gemeinsam erarbeiteten sich die Teilnehmer des Workshops Prinzipien eines guten Interviews.
Im zweiten Teil des Workshops ging es um filmische Grundlagen. Es wurde über Komposition und Kadrierung, sowie die Wahl der Einstellung und Perspektive gesprochen. Anschließend gingen die Workshopleiter auf die Spezifika des Filmens mit dem Handy für Social-Media-Reels ein.
Nachdem die Kursteilnehmer zum Abschluss des Workshops eigene Videointerviews angefertigt hatten, stärkten sie sich mit einem Abendessen vor den großen Auftritten im Rahmen des Abendprogramms.
Ein buntes Abendprogramm mit engagierten jungen Leuten
Um 18 Uhr sprachen der Vorsitzende der Karpatendeutschen Jugend Patrik Lompart, der Vorsitzende der Karpatendeutschen Assoziation und der KDV-Region Bodwatal, Peter Sorger, sowie der ifa-Kulturmanager Yannick Baumann Grußworte an das Publikum. Mit einer Schweigeminute wurde unserem KDJ-Mitglied Peter Sorger gedacht, der uns am 4. Juli 2025 im Alter von 36 plötzlich und unerwartet verlassen hat.
Traditionell leitete anschließend die Zipser Hymne, gespielt vom Posaunenchor Einsiedel an der Göllnitz/Mníšek nad Hnilcom das Abendprogramm ein. Danach sangen der ukrainische Mädchenchor „Singende Herzen“ aus Munkatsch/Mukatschewo begleitet vom Posaunenchor die Europahymne, Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ in der ursprünglichen Textfassung von Friedrich Schiller. Die Freude war groß, dass unsere Gäste aus der Ukraine gesund und wohlauf waren, nachdem ihre Heimatstadt zwei Tage zuvor durch einen verheerenden russischen Raketenangriff terrorisiert wurde.










Es folgten die rumänischen Gäste von der Tanzgruppe „Wilde Rose“ aus Neupalota/Palota. Danach präsentierten die jüngsten Künstlerinnen Romy und Katy aus Kaschau/Košice ihre Gesangskünste. Im Anschluss übernahmen die Lokalmatadoren „Marmon“ aus Hopgarten/Chmeľnica mit Tänzen und Gesängen ihrer Heimat. Zum ersten Mal beim Jugendfest dabei waren die „Singenden Herzen“ und die Tanzgruppe „Palanok“, die, wie der Chor, ebenfalls aus Munkatsch angereist waren. Sie boten eine Mischung aus Gesang und Tanzeinlagen dar. Den Abschluss machte die Hummeltanzgruppe aus Obermetzenseifen/Vyšný Medzev mit Tänzen zu deutschen und österreichischen Schlagern sowie die Pop-Sängerin Ania Franik aus Luboschütz/Luboszyce in Polen.
Tanzen bis in die Morgenstunden
Für die Abendunterhaltung sorgte ABBA Slovakia, die die Hits der bekannten schwedischen Musikgruppe coverten und für Stimmung im Publikum sorgten. Nach der Tombola, bei der kein Auge trocken blieb, konnten Tanzwütige noch bis in die frühen Morgenstunden zu Diskomusik von DJ Peter Mihalčin tanzen.






Wir danken allen Teilnehmern für ihr Engagement und die positive Energie, die von unserem Jugendfest ausging!
Yannick Baumann/Fotos: Roman Kadlec
Hinweis: Das Projekt wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland (Institut für Auslandsbeziehungen), des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland, des Fonds zur Unterstützung nationaler Minderheiten der Slowakischen Republik (KULT MINOR) und der Stiftung Verbundenheit gefördert.
