23. VLÖ-Volksgruppensymposium in Wien
Am 25. Juni 2025 fand im Haus der Heimat in Wien der erste Teil des 23. VLÖ-Volksgruppensymposiums unter dem Motto „Standortbestimmung 80 Jahre danach: Aufnahmeland Österreich oder doch Transitland?“ statt.
Der Auftakt begann im Innenhof bei den Verbandstafeln mit einer Kranzniederlegung und einer Ansprache von Ing. Norbert Kapeller, Präsident des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ).
Im Festsaal des Hauses der Heimat wurde das Projekt „Lernort Österreich“ vorgestellt und ausführlich darüber diskutiert. Der erste Tag des Symposiums endete mit der Filmvorführung „Nebelkind“ und einem gemütlichen Beisammensein.
Am zweiten Tag wurde eine aktive Diskussion über die Vorbereitung des zweiten Teils des Symposiums geführt, der vom 15. bis 17. Oktober 2025 stattfinden wird. Am Nachmittag fuhren alle Teilnehmer ins österreichische Parlament zur Gedenkveranstaltung „80 Jahre Flucht und Vertreibung – Standortbestimmung“. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung, die Österreich und auch das Parlament der Wahrung des Erbes der Vertriebenen beimessen.
Durch das Programm führte Ing. Norbert Kapeller, Präsident der VLÖ in Österreich. Vorträge hielten Florian Kührer-Wielach, Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München sowie Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Verbundenheit.
Gedenken an Vertreibung der Deutschen
Knapp 150 Gäste waren der Einladung zur Gedenkveranstaltung im österreichischen Parlament gefolgt. Den Karpatendeutschen Verein vertraten der Vorsitzende Dr. Ondrej Pöss und die Vorsitzende der Region Unterzips Erika König.

Es wurde über die 18 Millionen deutschsprachigen Menschen gesprochen, die vor 80 Jahren aus ihrer Heimat vertrieben wurden und neben ihrer Heimat oft auch ihr Leben verloren haben – oft auf unmenschlichste Weise.
Das österreichische Parlament nahm am 26. Juni 2025 das Gedenkjahr zum Anlass für eine Vortragsveranstaltung, deren Mittelpunkt das Schicksal dieser Menschen bildete.
Erika König
