69. FUEN- Kongress in Bozen
Vom 23. bis 26. Oktober 2025 fand in der Hauptstadt der Autonomen Provinz Bozen–Südtirol im Norden Italiens der 69. Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) statt – mit starker politischer Beteiligung, unter anderem durch Arno Kompatscher, Landeshauptmann von Südtirol, Oliver Paasch, Ministerpräsident von Ostbelgien, und Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Unter den mehr als 200 Teilnehmenden war auch der Karpatendeutsche Verein in der Slowakei vertreten, repräsentiert durch Erika König, die stellvertretende Landesvorsitzende.
Nach der Eröffnung setzte der FUEN-Kongress fort mit der Vorstellung der Minderheiten Südtirols, Sitzungen der Arbeitsgruppen sowie der Delegiertenversammlung. Die gastgebende Minderheit präsentierte sich durch Fachvorträge und die Vorführung des Films „Ladina“.
Im Rahmen des FUEN-Jahreskongresses fand zudem das Arbeitstreffen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) unter der Leitung des FUEN-Vizepräsidenten und AGDM-Sprechers statt. Auch Dr. Bernd Fabritius nahm an dieser Sitzung teil. Die Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheiten aus 25 Ländern berichteten über ihre aktuelle Situation sowie über ihre Vereinsarbeit. Es entwickelte sich eine lebendige Diskussion über neue Strukturen, das starke Engagement der Jugend und die wachsende Sichtbarkeit der deutschen Minderheiten in Europa.
Neue FUEN-Vorsitzende gewählt
In der Delegiertenversammlung wurden zwölf Resolutionen zu für Europa relevanten Themen verabschiedet. Die FUEN-Familie wurde um vier neue Mitgliedsorganisationen erweitert und umfasst nun über 180 Mitgliedsorganisationen verschiedener Minderheiten aus Mittel- und Osteuropa. Zudem fanden die Wahlen des neuen Präsidiums statt. Olivia Schubert, Vertreterin der deutschen Minderheit in Ungarn, wurde als erste Frau zur Präsidentin der FUEN gewählt. Der Karpatendeutsche Verein gratuliert Frau Schubert herzlich zu ihrer Wahl.



Die FUEN, als wichtigste europäische Organisation zum Schutz der Rechte und der Förderung nationaler Minderheiten, hat die Initiative zur Gründung eines Europäischen Minderheitenrats ergriffen – mit dem Ziel, den Stimmen und Interessen der Minderheiten in Europa mehr Gewicht zu verleihen und ihre Rechte auf europäischer und internationaler Ebene besser zu vertreten.
Erika König
