Hubertusfest in Ober-Metzenseifen
Ein Wandgemälde in der Kirche der Heiligen Maria Magdalena in Ober-Metzenseifen/Vyšný Medzev belegt, dass im Ort seit mindestens 1780 des Heiligen Hubertus gedacht wird. In den letzten Jahrzehnten ist das Gedenken an den Schutzpatron der Jäger und der Natur zu einer gemeinsamen Veranstaltung von Gemeinde, Pfarramt, dem Forst- und Dienstleistungsunternehmen der Gemeinde und der Ortsgruppe des Karpatendeutschen Vereins geworden.
Vor der Kirche hatten sich viele Leute versammelt, um den Einmarsch der Jäger zu verfolgen und das Erklingen der Jagdhörner des Bläserchores zu genießen. Nicht nur die Ober-Metzenseifner interessierten sich für das Hubertusfest, auch aus den Nachbarorten kamen zahlreiche Besucher. So waren alle Plätze in der Kirche besetzt.
Die etwa einstündige Messe wurde von den Pfarrern CSILic. Jozef Spišák und Mgr. Pavel Bodnár gehalten. Zu Beginn ergriff Roman Pačay für die Karpatendeutschen das Wort. In Deutsch und Slowakisch erinnerte das Mitglied des Jägervereins an den Sinn des Hubertusfestes.




Gemütliches Beisammensein
Im Anschluss gab es vor der Kirche und im Eingangsbereich des Gemeindehauses warme Getränke und Gebäck, selbst hergestellt von vielen fleißigen Händen. Sie gehörten den vorrangig weiblichen Mitgliedern des Hummel-Chores, aber auch die Jäger boten Gebäck an. Entstanden war es mit entscheidender Hilfe ihrer Frauen. Natürlich fanden die nach alten Metzenseifner Rezepten hergestellten Leckerbissen schnell ihre Abnehmer.
So verband das diesjährige Hubertusfest das Gedenken an den Schutzpatron der Jäger und der Natur mit einem geselligen Beisammensein der Einwohner rund um Ober-Metzenseifen, bei dem in Slowakisch, Deutsch und Mantakisch viel über den Hl. Hubertus und die Rolle der Jagd im Naturschutz gesprochen wurde.
Dr. Heinz Schleusener
