Kerzengießen im Haus der Begegnung in Pressburg
Zum ersten Advent hatte der Karpatendeutsche Verein in Pressburg/Bratislava zum Internationalen Adventsworkshop in das Haus der Begegnung in der Halašova-Straße 22 eingeladen. So traf man sich am 30. November 2025 zum Kerzengießen unter der fachkundigen Anleitung von Martina Sklenárová, die den Workshop leitete. Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen dieses Mal aus der Slowakei, Deutschland, Österreich, Tschechien, der Ukraine und der Türkei.
Wer Kerzen gießen möchte, braucht zuallererst: Geduld. Schließlich muss das Wachs erst einmal schmelzen. Darum machte sich die bunt gemischte Gruppe, nach der Begrüßung durch ifa-Kulturmanager Yannick Baumann und Referentin Martina Sklenárová im Haus der Begegnung sogleich daran eine große Menge Wachs zu schmelzen. Bei dem Wachs handelte es sich um Wachs auf Soja-Basis, das kein Erdöl enthält und im Gegensatz zu Bienenwachs sogar vegan ist. Während also die Wachsflocken im Wasserbad (eine Schüssel in einem Topf heißen Wassers) köchelten, gab es schon erste Möglichkeiten, sich kennenzulernen. Dabei durften Kaffee, Plätzchen und natürlich die berühmten Pressburger Kipferl, bzw. Beugel, nicht fehlen.
Kerze im Glas mit festlicher Dekoration
Für die Gestaltung der Kerzen hatte sich Martina Sklenárová etwas Ausgefallenes einfallen lassen. Statt eines klassischen Dochtes aus Stoff oder Papier, wurden filigrane Holzdochte gewählt, mit gemütlich flackernden Flammen. Außerdem brachte sie vielfältige Materialien, wie etwa getrocknete Orangen und Zitronen, Nelken oder auch Sternanis mit, um die Kerzen zu dekorieren. Am Ende sollten die Kerzen in ein dekoratives Glas gegossen werden. Auf diese Weise entstanden viele hübsche individuelle Kerzen nach dem Geschmack der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.






Nach dem Gießen braucht es wieder Geduld
Als dann jeder seine Kerze dekoriert hatte und den Docht platziert hatte, ging es ans Gießen. Vorher durften sich alle noch ätherische Öle mit verschiedenen Duftnoten aussuchen, um diese zum Wachs hinzuzugeben, damit die Kerze später einen angenehmen Geruch verströmt. Als dann eine Kerze nach der anderen gegossen wurde, hieß es wieder: warten. Im Garten des Hauses der Begegnung erstarrten die Kerzen langsam bei herbstlichen Temperaturen. Die perfekte Gelegenheit, um sich mit einer Pizza zu stärken und wieder ins Gespräch zu kommen.
Zurück nach Hause mit schönen Kerzen und schönen Erinnerungen
Als die Kerzen dann erkaltet waren und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer endlich die Endprodukte bewundern konnten hieß es auch schon Abschied nehmen. Bei der herzlichen Verabschiedung wurden auch schon die nächsten Veranstaltungen besprochen. Man darf also gespannt sein.
Yannick Baumann
