Kochen mit dem Karpatenblatt: Hechteria-Butter
Die Grillsaison ist in vollem Gange – und nicht nur in Deutschland wird gerne gegrillt. Damit nicht nur sprichwörtlich alles in Butter ist, habe ich mir dazu ein paar Gedanken gemacht. Wenn Sie jenseits von schnöder Kräuterbutter, Café-de-Paris-Butter oder Knoblauchbutter aus dem Supermarkt bei Ihren Lieben oder Gästen mit einer hausgemachten Überraschung auftrumpfen möchten, sind Sie mit der feinwürzigen Hechteria-Butter bestens beraten.
Falls Sie nicht grillen, passt die Hechteria-Butter natürlich auch zu einem Steak aus der Pfanne. In der Hechteria wird sie auf einem 300 g Lendensteak vom Weideochsen mit geröstetem Brot serviert. Als „Hechteria-Steak“ ist dies bereits zu einem vielbestellten Dauerrenner geworden.
Die Hechteria-Butter passt hervorragend zu Rind, Schwein, Geflügel – ebenso wie zu Fisch oder Gemüse. Auch deshalb eignet sie sich perfekt als Mitbringsel zur nächsten Grillparty. Sogar mit Nudeln macht sie eine gute Figur.
Da mir meine Mutter das Kochen beibrachte und meine Eltern beide aus der Zips stammten und wir häufig gemeinsam kochten, findet sich die Hechteria-Butter (in Scheiben geschnitten) auf der Speisekarte unter: Extras als „Zipser Butterdukaten“.

Die Zutaten (für 4 Personen):
330 g Butter (etwas mehr als eine Hechteria-Messerspitze), Zimmertemperatur
60 g Kapern
50 g Katenschinken oder Speck, kleingewürfelt
1 TL Salz
1 EL Pfeffermix (schwarz, weiß, grün, rot) aus der Mühle
2 Knoblauchzehen, gepresst
3 Prisen Chiliflocken
15 g Thymian
1 Schalotte, fein gehackt
Abrieb einer Bio-Zitrone
Zubereitung:
- Die Butter eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
- Katenschinken anbraten, danach von der Herdplatte nehmen.

3. Knoblauch schälen, Schalotte fein hacken, Thymianblätter vom Stiel zupfen und Zitronenabrieb vorbereiten.

4. Kapern absieben und im Mixer gut durchmixen.

5. Butter mit dem Handmixer auf niedrigster Stufe cremig mixen, bis sie schön weich und weiß ist.

6. Knoblauch hineinpressen, Chiliflocken, Thymian, Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb, Katenschinken, Schalotte und Kapern dazugeben und mit dem Mixer gut verrühren.

7. In eine oder mehrere kleine Schüsseln füllen und/oder auf ein großes Stück Frischhaltefolie der Länge auftragen und rundum in die Folie einwickeln. Enden fest eindrehen, verknoten und mit beiden Händen durch Rollen in Wurstform bringen. Im Kühlschrank kaltstellen.
Wer Hechteria-Butter mit einem perfektem Steak (medium), wie in der Hechteria probieren möchte, der gehe wie folgt vor:
8. Für 4 Personen: 2–4 Lendensteaks zu je 300 g auf beiden Seiten gut mit Salz und gemahlenem Pfeffer würzen.

9. Steaks mindestens 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Mit Küchenpapier abtupfen und mit etwas Rapsöl in einer großen Pfanne je Seite 2 Minuten scharf anbraten. Hitze reduzieren, und dann von jeder Seite nochmals für 1 Minute anbraten.
10. Steaks bei 100 °C für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.

11. In derselben Pfanne 4 Scheiben Brot anrösten.
12. Steaks aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen.

13. Steaks schräg in Scheiben schneiden, mit geröstetem Brot und der Hechteria-Butter anrichten und langsam genießen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Kochen und „Dobrú chuť“!/“Guten Appetit“! Dazu passt ein Glas Cabernet Sauvignon oder Shiraz hervorragend. Übrigens schmeckt Hechteria-Butter auch zu gebratenem Zander oder Pute – jeweils ebenfalls mit in der Pfanne geröstetem Brot serviert – sehr gut. Beim Zander harmonieren ein Grüner Veltliner oder Riesling perfekt. Zur Pute ist ebenfalls ein Riesling oder ein Shiraz nicht verkehrt. Als musikalische Untermalung empfehle ich das Lied „Butter“ der koreanischen Band BTS sowie den „Buttersong“ von Helge Schneider. Wer wissen möchte, woher der Ausdruck „alles in Butter“ stammt, dem sei das Erklärvideo von der „Sendung mit der Maus“ ans Herz gelegt.
