Kontinuität, Engagement und Dankbarkeit – Die Arbeit des KDVs 2025
Auch im Jahr 2026 setzt der Karpatendeutsche Verein in der Slowakei (KDV) seine vielfältige Arbeit für die deutsche Minderheit konsequent fort. Aufbauend auf den erfolgreichen Projekten der vergangenen Jahre konnten 2025 erneut zahlreiche Projekte in den Bereichen ethnokulturelle Arbeit, Jugendarbeit, Sprachförderung sowie Unterstützung der Selbstorganisationen umgesetzt werden. Möglich wurde dies dank der wertvollen Unterstützung des Bundesministeriums des Innern (BMI), für die wir unseren aufrichtigen Dank aussprechen möchten.
Die deutsche Minderheit in der Slowakei ist regional breit aufgestellt und vielfältig, was das Alter betrifft. Neben vielen älteren Mitgliedern engagieren sich erfreulicherweise auch zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Familien aktiv im Vereinsleben. Gerade diese Verbindung von Tradition und Zukunft prägt die Arbeit des KDVs und verleiht ihr besondere Dynamik.
Lebendige ethnokulturelle Arbeit in den Regionen
Ein zentraler Schwerpunkt blieb auch 2025 die ethnokulturelle Arbeit. Ziel ist es, das Bewusstsein für die eigene Identität zu stärken und Räume zu schaffen, in denen Kultur, Geschichte und Traditionen der Karpatendeutschen lebendig erlebt werden können. Eine tragende Rolle spielten dabei weiterhin die sieben Häuser der Begegnung in Pressburg/Bratislava, Kaschau/Košice, im Hauerland, der Oberzips, der Unterzips und im Bodwatal.
Zu den Höhepunkten zählen traditionsreiche Kultur- und Begegnungsfeste, regionale Veranstaltungen wie das Bodwataltreffen, die Tage der zipserdeutschen Kultur oder das Hauerlandfest sowie zahlreiche kleinere Projekte der Ortsgruppen – von Kindertagen über Muttertage bis hin zu Advents- und Weihnachtsfeiern. Ein fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit bleibt auch das Karpatenblatt, das regelmäßig über das Leben der deutschen Minderheit informiert.
Jugend als starke Säule der Gemeinschaft
Die Arbeit mit den Jugendlichen und mit den Kindern ist und bleibt einer der wichtigsten Arbeitsbereiche des KDVs. Auch 2025 engagierten sich junge Menschen in Tanz- und Musikgruppen, bei Jugendtagen, Workshops, Seminaren und generationsübergreifenden Projekten. Moderne und kreative Formate helfen dabei, die deutsche Sprache, Geschichte und Kultur attraktiv zu vermitteln und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Besonders erfreulich ist, dass viele Veranstaltungen eine höhere Beteiligung als geplant verzeichneten.
Sprache bewahren – Zukunft sichern
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Sprachförderung. Durch Sprachkurse, Kinderwerkstätten, Literaturabende sowie Sommer-Sprachcamps in verschiedenen Regionen wurde die deutsche Sprache gezielt gefördert – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die positive Resonanz zeigt, wie wichtig diese Angebote für die Zukunft der Minderheit sind.





Stabile Strukturen dank verlässlicher Unterstützung
Damit all diese Aktivitäten möglich sind, braucht es funktionierende Strukturen. Die Unterstützung des BMI trägt wesentlich dazu bei, die Arbeit der Geschäftsstelle, der Begegnungszentren und der ehrenamtlich Engagierten abzusichern – sei es durch Betriebs- und Personalkostenzuschüsse, technische Ausstattung oder kleinere Renovierungsmaßnahmen. So bleiben die Häuser der Begegnung lebendige Treffpunkte für Kultur, Bildung und Austausch.
Dank, Kontinuität und Ausblick
Der Karpatendeutsche Verein bedankt sich herzlich beim Bundesministerium des Innern für die langjährige, verlässliche Unterstützung. Sie ermöglicht es uns, die Identität der deutschen Minderheit in der Slowakei zu bewahren, weiterzuentwickeln und an kommende Generationen weiterzugeben. Auch im Jahr 2025 zeigte sich: Die Investition in Kultur, Sprache und Jugend ist eine Investition in die Zukunft.
Mit Zuversicht blicken wir bereits jetzt auf die neuen Projekte des Jahres 2026. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Partnern möchten wir auch künftig Räume für Begegnung schaffen, Traditionen lebendig halten und insbesondere die junge Generation für Sprache, Kultur und Gemeinschaft begeistern. Wir freuen uns darauf, diesen Weg weiterzugehen und neue Ideen gemeinsam umzusetzen.
Lucia Urbančoková
Programmmanagerin des KDVs
