Neujahrswunsch aus Schwedler
Mit diesem Neujahrswunsch aus Schwedler/Švedlár, in der Mundart Schwaadla, wünschen wir allen Leserinnen und Lesern des Karpatenblattes ein glückliches, frohes und gesundes Jahr 2026. Der Neujahrswunsch erschien 2020 im Verlag ViViT Kesmark im Band 3 der Zipser Trilogie „Franz Richweis und Ladislaus Müller. Zwei Mantaken dazähln“. Wir danken Professor Ferdinand Klein für die Einsendung.
Ich war wohl so 5 oder 6 Jahre alt und besuchte als Sohn eines armen und kranken Schneiders schon bald am frühen Morgen des Neujahrstages in der Unteren Gasse die Familie meines Onkels Adolf, meiner Tante Rosi und die Eltern meines Freundes Laci, meiner Freundinnen Ella und Lona und wünschte ihnen mit folgenden oder ähnlichen Worten auf Schwaadlarisch (in der Mundart der Schwedlerer) ein gutes neues Jahr.
Neujahrswunsch aus Schwedler
Christ a gut naj Joa,
pessa bi es alte boa.
Hentan Ohm schat’s anfoa,
met gekrausltn Hoa.
Metten om Tesch,
steht a geprotena Fesch,
dapei a Pecha Bein,
daß de Fraa ond da Harr
solln losteg sein.
A zbe Kreiza en de Hant,
a Steck Kuch’n fa de Zänt.
Nech loßt’s mich lang stehn,
ich muß noch a Heisl beita geh’n.
–
Christ ein gutes neues Jahr,
besser wie das alte war.
Hinter dem Ofen schaut’s hervor
mit gekräuseltem Haar.
Mitten am Tisch
steht ein gebratener Fisch,
dabei ein Glas Wein,
dass die Frau und der Herr
sollen lustig sein.
Ein zwei Kreuzer in die Hände,
ein Stück Kuchen für die Zähne.
Nicht lasst mich lange steh’n
ich muss noch ein Häuschen weiter geh‘n.
Der Neujahrswunsch in der Mundart und auf Hochdeutsch kann unter Neujahrswunsch aus der Zips im Karpatenfunk-Podcast des Karpatenblattes, veröffentlicht zum 1. Januar 2020, gehört werden.
