Das Jahr 2025 in Pressburg
Es dauerte einige Zeit, bis unser Bericht über das Jahr 2025 zusammengestellt war. Dann kam die Grippewelle, sodass wir erst im Februar alles beisammen hatten. Im Jahr 2025 hatten wir in Pressburg/Bratislava ein umfangreiches Programm vorbereitet, manches im Vorhinein organisiert und manches improvisiert.
Im Haus der Begegnung fanden im Januar Treffen mit Vertretern der Landsmannschaft Österreich, mit einer Gruppe der Landsmannschaft Bayern und Ende des Monats mit Familienangehörigen der verstorbenen Mitzi Engel statt.
Im 7. Februar organisierten wir im Rahmen der bildungshistorischen Spaziergänge „Kulturland Donauland“ einen Ausflug in den Park des Schlosses Laxenburg. Außerdem fand im Alten Lyzeum ein Treffen mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche wegen der deutschsprachigen Gottesdienste statt. Mitte des Monats nahm eine Delegation an der Hauptversammlung der Karpatendeutschen Landsmannschaft in Österreich teil. Deren Vertreter uns wiederum eine Woche später in Pressburg besuchten.
Im März mussten Reparaturen an der Heizanlage vorgenommen werden. Im April besuchte eine kleine Gruppe unserer Mitglieder den jüdischen Friedhof auf Mauritius, wo so mancher Bewohner Pressburgs seine letzte Ruhestätte fand. Außerdem hatten wir im April ein Treffen mit Vertretern der Messerschmitt-Gesellschaft und unsere Ratssitzung im Haus der Begegnung. Ende des Monats trafen wir uns mit Vertretern der deutschen Minderheit in Wieselburg/Mosonmagyaróvár.
Am 10. Mai besuchte eine kleine Gruppe unserer Mitglieder den deutschen Kriegsopferfriedhof auf Malta. Wir hatten ein Muttertagsfest im Haus der Begegnung und nahmen an der Feier der Deutschen Schule am Tiefen Weg/Hlboká cesta im Zentrum Kultus im Stadtteil Rosenau/Ružinov teil. Außerdem hatten wir ein Treffen mit Vertretern der Landsmannschaft Österreich im Haus der Begegnung und nahmen an der Ratssitzung des Karpatendeutschen Vereins in Kaschau/Košice teil.
Im Juni arbeiteten wir an der Revitalisierung des Gartens im Haus der Begegnung, feierten unsere Sonnwendfeier und die Jahresversammlung im Haus der Begegnung. Am 20. nahmen unsere Delegierten sowie der Kinderchor der Grundschule am Tiefen Weg am Kultur- und Begegnungsfest in Kesmark/Kežmarok teil. Leider war das Monatsende weniger erfreulich, da die Kanalisation des Hauses der Begegnung zu Bruch ging und Reparaturarbeiten durchgeführt werden mussten. Ende des Monats fand eine Festmesse zu Ehren des 50-jährigen Jubiläums von Pfarrer Othmar Posch in der Stadtpfarrkirche Hainburg statt.
Anfang Juli fand eine Gedenkmesse in der Pfarrkirche in Bruck an der Donau zum Gedenken an die Vertreibung der Deutschen vor 80 Jahren statt. Wir besuchten im Rahmen eines Kulturausflugs die Parkanlage und das Schloss Eisenstadt. Außerdem trafen wir im Juli den Direktor der Grundschule am Tiefen Weg, um über die weitere Zusammenarbeit zu sprechen, eine Gruppe aus der Schweiz besuchte uns und Reparatur- und Reinigungsarbeiten wurden im Haus der Begegnung durchgeführt. Wir nahmen im Juli auch an einer Wallfahrt zur Kapelle der Maria Magdalena am Sand sowie dem Hunzoker Fest teil. Außerdem hatten wir mehrere Treffen, mit Mitgliedern der Messerschmitt-Gesellschaft, des ACBA, einer Gruppe des Tiroler/Innsbrucker Schützenvereins sowie mit Frau Josefine Hogh und 50 Mitgliedern der Landsmannschaft Oberbayern–Franken, mit denen wir am 30. einen gemeinsamen Kulturausflug zur Bibersburg unternahmen. In diesem Monat machte uns außerdem eine Überschwemmung zu schaffen.

Am 5. August beehrte der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Thomas Kurz, unseren Kulturnachmittag im Haus der Begegnung. In diesem Monat arbeiteten wir auch im Garten des Hauses der Begegnung und nahmen an der Festmesse zum 90. Jubiläum von Pater Alois Sághy in der Pfarrkirche in Bruck an der Donau teil.
Am 11. September machten wir einen Kulturausflug nach Deutsch-Ödenburg/Sopron. Vom 10. bis 17. arbeiteten wir an der Übergabe der geschenkten Bilder des Projekts „Digitalisation“ des Archivs des Karpatendeutschen Vereins der Region Pressburg an das Kultusministerium. Ende des Monats war ein Konzert der Deutschen Botschaft im Albrechtshaus.

Am 1. Oktober kam eine Gruppe der Banater Schwaben ins SNM-Museum der Kultur der Karpatendeutschen, was wir mit einem Stadtbummel verbanden. Am 8. kam Herr Winter, am 15. Frau Prof. Szoradová, um die Vorbereitung des Buches über die Herstellung von Musikinstrumenten in Pressburg zu besprechen. Am 18. Oktober organisierten wir einen Kulturausflug ins Marchfeld und kurz darauf eine Kultur- und Pietätsreise nach Österreich.
Anfang November waren wir zum Festempfang der Österreichischen Botschaft anlässlich des Staatsfeiertags im Primatialpalais in Pressburg eingeladen. Außerdem nahmen wir am 16. November am Volkstrauertag am Deutschen Militärfriedhof in Rosenheim (Ružinov/Vrakuňa) in Pressburg teil und Ende des Monats wurde der Workshop „Weihnachtskerzengießen“ abgehalten.
Im Dezember nahmen wir am Nikolotreffen im Haus der Heimat in Wien teil, machten einen Kulturausflug nach Mariatal und einen nach Sankt Georgen. Auch zu uns ins Haus der Begegnung kam der Nikolo. Am 17. Dezember fand im SNM-Museum der Kultur der Karpatendeutschen die Vernissage der Ausstellung „Siebenbürgen in Bild und Geschichte“ statt, die den Abschluss des Workshops „Propagierung der deutschen Minderheit im digitalen Zeitalter“ bildete. Am 21. wurde in der Kleinen Evangelischen Kirche die ökumenische Adventandacht zu Weihnachten und zum Jahresende gefeiert.
Leider müssen wir feststellen, dass das Interesse unserer Mitglieder schwindet. An den Veranstaltungen nehmen immer nur dieselben Personen teil, deren Anzahl stetig kleiner wird. Das Programm war im Jahr 2025 sehr vielseitig gestaltet, um ein breites Publikum anzusprechen und die Regions- und Ortsleitung bemühte sich, zur Umsetzung der Veranstaltungen Finanzmittel zu beschaffen. Daher wäre es schön, wenn mehr Mitglieder des Karpatendeutschen Vereins teilnehmen würden. Der vollständige Jahresbericht 2025 kann jeden Donnerstag zwischen 15 und 17 Uhr im Haus der Begegnung in der Halašova-Gasse 22 eingesehen werden.
Regionsvorsitzender: RNDr. Michael Stolár, O.G.C.
Ortsgruppenleiterin: Ing. Judita Kubincová
