Thementag an der Grundschule in Deutschendorf
In der vereinten Grundschule auf der Letná-Straße in Deutschendorf/Poprad wurde für die Schüler der 7. Klassen ein Thementag vorbereitet, der ganz unserer Region gewidmet war. Er fand am 26. März statt.
Die Schüler hatten in diesem Schuljahr als zweite Fremdsprache Deutsch gelernt. Wir hatten uns entschieden, den Thementag mit der deutschen Sprache zu verbinden, um die Geschichte und das Kulturerbe der Karpatendeutschen näherzubringen. Die deutsche Bevölkerung spielte in der Geschichte der Zips und der Hohen Tatra eine bedeutende Rolle.
Die Einleitung zu diesem Thema bildete ein Vortrag über die Geschichte der Karpatendeutschen in der Slowakei – mit besonderem Fokus auf die Zips. Diesen Vortrag bereiteten für die Schüler die Vorsitzende der Ortsgruppe des Karpatendeutschen Vereins in Deutschendorf/Poprad, Franzi Kovalčíková, und Libuša Tokarčíková, ein langjähriges Mitglied des KDVs, vor. Die Schüler hatten die Möglichkeit, interessante Informationen über das Leben der Deutschen in unserer Region zu erfahren – über den Alltag, die Traditionen und Ereignisse, die ihr weiteres Schicksal beeinflussten.
Geschichte erarbeiten mit dem Karpatenblatt
Nach diesem Vortrag arbeiteten die Schüler mit authentischem Material aus dem Karpatenblatt. In Gruppen suchten sie Informationen über verschiedene Persönlichkeiten der Karpatendeutschen in der Oberzips – Jozef Maximilian Petzval, Michael Guhr, Gedeon Majunke, Nikolaus Szontagh oder Johann Still. Ein Teil dieser Aufgabe war auch die Arbeit mit einer Landkarte: Die Schüler mussten darin die deutschen Bezeichnungen der Ortschaften und Städte eintragen.
Ein sehr intensives Erlebnis war die Dramatisierung der Geschichte einer karpatendeutschen Familie aus Poprad. Die Schüler versetzten sich in die Situation der Menschen hinein, die ihre Heimat verlassen mussten. Bei diesen Arbeiten erfuhren wir auch, dass einige Schüler Vorfahren haben, die von den Karpatendeutschen abstammen.




Zur Bedeutung der Veranstaltung
Dieser Thementag hat uns gezeigt, dass das Kennenlernen der Geschichte unserer Region interessant, anregend und bedeutend für den Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses sein kann.
Ich möchte mich auch bei den Lehrerinnen der Schüler bedanken, insbesondere bei Frau Marcela Javorská, deren Familie ebenfalls zur karpatendeutschen Minderheit gehört. Ihr Großvater war unser langjähriges Mitglied. Ein großes Dankeschön möchten wir auch der Deutschlehrerin dieser Schule, Frau Veronika Murárová, übermitteln. Wir hoffen, es war nicht das letzte Mal, dass wir uns mit den Schülerinnen und Schülern an der Schule getroffen haben.
Franzi Kovalčík
Fotos: Veronika Murárová
