Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Yannick Baumann, ifa-Kulturmanager beim Karpatendeutschen Verein.

Treffen deutschbilingualer Klassen der Slowakei 2025

Auch dieses Jahr organisierte die bilinguale Sektion des Gymnasiums der Hl. Kyrill und Method in Neutra/Nitra (GCM) das Treffen deutschbilingualer Klassen der Slowakei, das TeDeKa. Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler vom M. R. Štefánik-Gymnasium in Neustadt an der Waag/Nové Mesto nad Váhom.

Am ersten Tag des TeDeKa, dem 9. Juni 2025, verliefen zwei Workshops parallel, die Schülerinnen und Schüler konnten also in kleineren Gruppen arbeiten. Der erste Workshop mit dem Titel „Die Welt ist bunt“ unter der Leitung von Mgr. Naďa Labancová, PhD. führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Reflexion der Welt um uns, der Gesellschaft und vielleicht auch eines selbst.

Katarína Petrovičová, ehemalige Bilingualschülerin des Nitraer GCM-Gymnasiums, heute Lehramtsstudentin an der Universität Wien, präsentierte in ihrem Workshop „Befreiung der Sprache. Konkrete Poesie genießen und gestalten“ Grundlagen der Konkreten Poesie sowie Möglichkeiten der kreativen und gestalterischen Arbeit mit der (Fremd-)Sprache und ihren Bestandteilen.

Workshop über die deutsche Minderheit

Am zweiten Tag, dem 10. Juni 2025, wurden in Nitra die Gäste aus Pressburg/Bratislava willkommen geheißen. Den ersten Workshop „Werte und Arbeitsweise des Goethe-Instituts“ leitete Frau Sarah Chmura vom Goethe-Institut Bratislava. Sie erklärte den TeDeKa-Teilnehmerinnen und Teilnehmern, was das Goethe-Institut ist, wie es arbeitet und welche Werte es vertritt. Darüber hinaus wurde auch darüber diskutiert, welchen Bereichen das Goethe-Institut eventuell mehr Aufmerksamkeit schenken könnte.

Das Finale des diesjährigen TeDeKa bildete der Workshop „Die Karpatendeutschen. Seit 800 Jahren in der Slowakei zu Hause“ unter der Leitung von Yannick Baumann, der das Karpatenblatt und den Karpatendeutschen Verein vertreten hat. Das Thema der Karpatendeutschen ist sehr ergiebig und nicht weitgehend bekannt, also hoffen wir auf eine Fortsetzung des Workshops beim nächsten TeDeKa.

Mehr als nur Lernen

Das TeDeKa war nicht nur durch das Lernen bei den Workshops gekennzeichnet, sondern auch durch den gemeinsamen Austausch, Stadterkundungen, die Zeit, die man gemeinsam im Internat des GCM-Gymnasiums verbrachte und vieles mehr. Es ist erfreulich, dass es auch dieses Jahr gelungen war, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen und den Schülerinnen und Schülern von zwei deutschbilingualen Gymnasien dadurch die Möglichkeit zum Lernen außerhalb des eigenen Klassenzimmers zu geben.

Die Erfahrungen zeigen, dass man in Zeiten, in denen immer weniger Kinder in der Slowakei Deutsch lernen möchten, neue Wege und Methoden suchen muss, um Deutsch als Fach attraktiver zu machen – und das TeDeKa ist auch sinnvoller Schritt auf diesem Weg.

Juliana Grenová