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25 Jahre Germanistik an der Philosoph Konstantin-Universität

Seit 25 Jahren kann man an der Philosoph Konstantin-Universität in Neutra/Nitra Germanistik studieren. Genauso lange sind dort Lektoren des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD im Einsatz – gleich zwei Gründe zum Feiern. Anlässlich des Jubiläums fand Ende April die Konferenz „Synergien – 25 Jahre Germanistik und DAAD an der Philosoph Konstantin-Universität Neutra/Nitra“ statt. Die Schirmherrschaft über die Tagung übernahm der deutsche Botschafter in der Slowakei Joachim Bleicker. Fast vierzig Germanisten aus acht verschiedenen Ländern und 30 geladene Gäste nahmen an der Tagung teil. Ein Viertel Jahrhundert DAAD Im Jahre 1992 wurde der Lehrstuhl für Germanistik gegründet. Von Beginn an bestand hier auch ein Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Der DAAD förderte zunächst eine Germanistische Institutspartnerschaft mit dem Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Passau und legte so den Grundstein für eine Partnerschaft, die – nun im Rahmen von Erasmus+ – noch heute besteht und mittlerweile weitere Universitäten und Hochschulen in Deutschland umfasst: die Pädagogische Hochschule Schwäbisch-Gmünd, die Universität Bayreuth und die Ludwig-Maximilians-Universität in München. Über die Jahre haben viele Studierende und Forschende über ein DAAD-Stipendium Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland verbracht. Botschafter Bleicker betonte, dass für viele Studierende die Hochschulsommerkurse des DAAD der erste Aufenthalt in Deutschland überhaupt seien. Außerdem könne man mit Fug und Recht sagen: „Die Unterstützung durch den DAAD war und ist ein wesentlicher Beitrag zur Attraktivität der Lehre und zur Qualität der Forschung am germanistischen Lehrstuhl.“ Ohne Unterbrechung hätten seit Beginn sieben DAAD-Lektoren an der Universität unterrichtet und dafür gesorgt, dass zahlreiche Lesungen, Vorträge, Workshops und Filmabende stattfanden. Berühmte Germanisten der Universität Botschafter Bleicker griff auch einige bedeutende Absolventen heraus. Beispielhaft nannte er Michal Dvorecký, den Generalsekretär des Slowakischen Verbands der Deutschlehrer und Germanisten und Chefredakteur der slowakischen Deutschlehrerzeitschrift „Begegnungen“. Er ist heute tätig an der Universität Wien. Peter Majer ist Korrespondent des slowakischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Brüssel. Slávka Rude-Porubská hat sich als Übersetzerin literarischer Texte einen Namen gemacht; zuletzt erschien das „Lob des Wildtiers im Winter“ – ein Band mit Gedichten aus der Slowakei, die nun auch in deutscher Sprache gelesen werden können. Botschafter Bleicker erwähnte in seiner Rede auch die alarmierenden Zahlen der Deutschlerner. An den Grundschulen gehe ihre Zahl rapide zurück – wie auch die der anderen Fremdsprachen außer Englisch. Den Grund sieht er in bewusst getroffenen schulpolitischen Entscheidungen. Die Bundesrepublik Deutschland habe ein ungebrochenes Interesse daran, die deutsche Sprache zu fördern und wolle auch weiterhin, wo immer es aussichtsreich erscheint, die Unterstützung für Deutsch als Fremdsprache fortsetzen.