Karpatendeutscher Adventskalender

Adventskalender: 16. Türchen

Zum 16. Dezember veröffentlichen wir ein traditionelles Familienrezept von Daniela Tlčimuková aus Schmöllnitz Hütte/Smolnícka Huta. Doch keine Angst, von diesem Knublochkuchn (Knoblauchkuchen) bekommen Sie garantiert keinen Mundgeruch. Guten Appetit!

Unser Knublochkuchn

Unsere Großtante Maria Gorek hat immer zu Weihnachten einen Blechhonigkuchen gebacken, der mit blanchierten ganzen Mandeln verziert war. Unsere älteste Schwester hat als kleines Mädchen diesen Kuchen einfach Knoblauchkuchen genannt, weil sie die ganzen weißen Mandeln für Knoblauchzehen gehalten hat. Mandeln waren in der Nachkriegszeit eine Seltenheit, die nur zu Weihnachten auftauchten, deswegen war diese Kinderlogik ganz gut zu verstehen. Seitdem gilt die Benennung Knoblauchkuchen für diesen Lebkuchen bei uns als offizielle Bezeichnung. Von der Großtante übernahm die Tradition vom Backen des Knoblauchkuchens unsere Mama und von ihr dann kontinuierlich wir, ihre Töchter. Selbstverständlich darf dieser schon ungefähr 75 Jahre auf unserem Familienweihnachtstisch in Schmöllnitz Hütte nicht fehlen. Es ist schlicht unser Lieblingsweihnachtskuchen, unser „Knublochkuchn“ mit unserer ganz persönlichen Familiengeschichte.

Daniela Tlčimuková

Rezept für Lebkuchen/Knoblauchkuchen

Zutaten für den Teig:

  • 250 g Honig
  • 1 EL gemahlener Zimt
  • 5 Stück im Mörser zerstoßene (oder gemahlene) Nelken
  • 100 g Puderzucker
  • 500 g Mehl (griffig)
  • 5 g Natron (Soda Bikarbona)
  • 2 Eier
  • 80 g Butter

Zutaten für die Füllung:

  • 240 g gemahlene Walnüsse
  • Abrieb von 2 unbehandelten Zitronen und 2 unbehandelten Orangen
  • 4 Eier
Foto Knoblauchkuchen Advent
Schmeckt nicht nur in Schmöllnitz Hütte: „Knublochkuchn“

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Füllung vermischen. Honig mit Gewürzen einweichen lassen, sonstige Zutaten dazu mischen und den Teig einen Tag (mindestens über Nacht) ruhen lassen. Den Teig in zwei Hälften teilen. Einen Teil ausrollen, auf ein Backblech mittlerer Größe legen, mit der Füllung bestreichen, danach mit der zweiten Hälfte des Teiges zudecken. Mit einem verquirlten Ei bestreichen und den ganzen blanchierten Mandeln verzieren (siehe Bild). Backen bis er goldbraun ist.

Jeden Tag ein neues Türchen… Der digitale Adventskalender des Karpatenblattes präsentiert bis zum Heiligen Abend jeden Tag ein kleines Geschenk aus dem Brauchtumsschatz der Karpatendeutschen. Hier finden sie Familienrezepte, Lieder, Geschichten, Gedichte, Rätsel und Bastelanleitungen aus der Pressburger Region, dem Hauerland, der Zips und dem Bodwatal.