Karpatendeutscher Adventskalender

Adventskalender: 17. Türchen

Zum 17. Dezember präsentieren wir ein Weihnachtsgedicht von Fritz Hessheimer, das Karl Rudolf 1988 in seinem Heimatbuch „Engerau 1225-1946. Zur Erinnerung an einen vergangenen Ort“ veröffentlicht hat.

Weihnachten 

Stille fallen Flocken nieder,
hell ertönen Kinderlieder
in der hohen Weihnachtszeit.
Ein Hoffen hält uns jetzt umfangen,
ein neuer Anfang ohne Bangen:
unsre Erlösung nicht mehr weit.

Gebete murmeln still die Alten,
wenn sie die müden Hände falten
und frühere Zeiten auferstehen.
Vieles ist für sie verronnen,
manches Übel, manche Wonnen.
bald kommt das große Wiedersehen.

Den Jungen seien diese Tage
erfüllt, geruhsam ohne Plage
und ohne Neid und Hass.
Immer kürzer jede Nacht
am Firmament zieht auf der Wacht
der Mond so silbrig blass.

Den Kindern aber glüh'n die Wangen,
für sie hat grade angefangen
das Wunderbare dieser Zeit.
Ein großes Wunder wird geschehen
und Du und ich, wir alle sehen
das Licht im Stall, sei'n wir bereit

Fritz Hessheimer
Foto Fritz Hessheimer

Jeden Tag ein neues Türchen… Der digitale Adventskalender des Karpatenblattes präsentiert bis zum Heiligen Abend jeden Tag ein kleines Geschenk aus dem Brauchtumsschatz der Karpatendeutschen. Hier finden sie Familienrezepte, Lieder, Geschichten, Gedichte, Rätsel und Bastelanleitungen aus der Pressburger Region, dem Hauerland, der Zips und dem Bodwatal.