Bartholomej Eiben

Ehemaliger KDV-Vorsitzender Bartolomej Eiben gestorben

Am 14. März hat uns die traurige Nachricht erreicht, das der ehemalige Vorsitzende des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei Dipl.-Ing Bartolomej Eiben gestorben ist. An diesem Tag hat der unerbittliche Tod zugegriffen, unabänderlich hat sein Leben geendet, das für die Metzenseifner und alle Karpatendeutschen viel bedeutete.    Bartolomej (zu Hause und unter uns auch Berti genannt) Eiben wurde am 28. August 1931 in Ober-Metzenseifen geboren. Bis zum Jahre 1945 besuchte er die deutsche Grundschule und Bürgerschule in seinem Geburtsort. Nach dem Abitur 1951 studierte er bis 1955, dann bekam er eine Stelle in der landwirtschaftlichen Abteilung beim Bezirksamt. Von 1961 bis zu seiner Pensionierung unterrichtete er an der Landwirtschaftlichen Oberschule in Moldau/Moldava nad Bodvou. Seit seinem Eintritt in den Karpatendeutschen Verein in der Slowakei im September 1992 brachte er seine organisatorischen und kommunikativen Fähigkeiten ein. Als vorrangiges Mitglied der Ortsgruppe Metzenseifen und der Region Bodwatal war er ein Vorkämpfer, dem es am Herz lag, die deutsche Sprache und unsere Kultur neu aufleben zu lassen. Von 23. Mai 1997 bis 26. Februar 2000 war er Regionalvorsitzender der V. Region des KDVs, gleich danach wurde er zum Landesvorsitzenden des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei gewählt. Diese Position hatte er bis 22. Februar 2003 inne. Mit seinem Namen ist in dieser Zeit einer der Höhepunkte der Geschichte unseres Vereins verbunden: Am 7. März 2001 hat Berti im Kaisersaal der Münchener Residenz während eines Festaktes den VDA-Kulturpreis 2001 übernommen. Als Ehrengast war auch der damalige slowakische Staatspräsident Rudolf Schuster dabei.
Eiben und Koschyk

Berti Eiben (rechts) übernahm 2001 den Kulturpreis von Hartmut Koschyk

Berti engagierte sich auch nach 2003 im Verein. Es gelang ihm im Jahre 2009 einen neuen, aktiven Ortsverein in seinem Geburtsort und den dortigen Hummelchor zu gründen. Das zunehmende Alter und damit verbundene Krankheiten erschwerten mit der Zeit sein Engagement für den Verein. Doch Berti war immer bei uns – wenn nicht persönlich, dann zumindest mit seinem wertvollen Rat. „Nur der ist wirklich tot, der keinen guten Namen hinterlässt“, sagt ein altes persisches Sprichwort. Mit Bertis Namens verbindet jeder von uns seine eigenen Erinnerungen. Selbstverständlich bleibt er besonders seiner Gattin in Erinnerung, aber auch den tausenden Karpatendeutschen.

Sein Namen steht am Anfang einiger Taten, die untrennbar mit der Geschichte der Karpatendeutschen in den vergangenen 27 Jahren verbunden sind. Am 17. März 2018 haben wir unseren lieben Berti in Metzenseifen auf seinem letzten Weg begleitet. Wir werden ihm in unseren Herzen ein dauerndes Andenken bewahren!

Ondrej Pöss