KDJ in Važec

Besuch des Soldatenfriedhofes in Važec

An einem schönen Septemberwochenende organisierte die Karpatendeutsche Jugend das geplante Projekt „Jugendseminar und Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes in Važec“ und machte sich auf zum größten deutschen Soldatenfriedhof in der Slowakei. Am ersten Tag organisierten wir ein Treffen, für das jeder Teilnehmer einen kurzen Vortrag über die Geschichte der Karpatendeutschen während des Krieges vorbereitet hatte. Außerdem sprachen wir über die Erinnerungen unserer Vorfahren. Danach besuchte die Jugend den Soldatenfriedhof in Važec. Dort ruhen mehrere tausend Soldaten, die während des Zweiten Weltkrieges in Osteuropa gefallen sind. Das Friedhofsareal bietet Platz für die Bestattung von 8.000 Gefallenen in Einzelgräbern und ist damit der größte deutsche Soldatenfriedhof in der Slowakei.
Gedenkstätte am Rande des Tatra-Nationalparks
Er liegt am Rande des Tatra-Nationalparks. Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1997 und endeten im Oktober 1998. Über eine kleine Zufahrtsstraße gelangt man zum Parkplatz und dem den Berggipfeln nachempfundenen Eingangsgebäude. Der Hauptweg führt direkt zum Gedenkplatz mit einem mächtigen, traditionell gestalteten Hochkreuz aus Eichenholz. Eine Kombination aus Natursteinmauer, Holzzaun und Bepflanzung begrenzt den Friedhof und bindet ihn in die Landschaft ein. Ein Rundweg erschließt acht Grabfelder, worauf zum Großteil Granitkreuze stehen, die auf beiden Seiten jeweils vier Namen und die Daten von Toten tragen. Bis zum Frühjahr 2006 wurden von circa 6.200 Soldaten die Namen der nicht mehr zu bergenden Toten ermittelt, die in einem Namenbuch aus Metall, das in unmittelbarer Nähe des Gedenkplatzes steht, zu lesen sind. In Metalltafeln eingelassen sind die Namen der unter den Unbekannten ruhenden Soldaten jeweils einem Grabfeld zugeordnet.
Preisgekrönte architektonische Gestaltung
Der Friedhof wurde 1999 mit dem slowakischen Dušan Jurkovič-Preis ausgezeichnet. Damit würdigten der Architektenverein der Slowakei und der Fonds der bildenden Künste die architektonische Gestaltung dieses Friedhofes. Die Ziele des Projektes – bei den Jugendlichen Interesse für die deutsche Geschichte zu wecken, die deutsche Kultur zu bewahren und die Gemeinschaft zu stärken – wurden erreicht und wir bedanken uns beim Bundesministerium des Innern für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung der KDJ in der Slowakei.

HS, LU