Gemeinsames Singen in Medzev

Echte Kerle auf großer Fahrt – Kindersprachlager 2017

Vom 24. bis zum 28. Juli fand in bewährter Tradition wieder das Kindersprachlager im Haus des Karpatendeutschen Vereins in Metzenseifen/Medzev statt. Sechs Betreuer (Gerhild, Jonas, Kai, Heiko, Lukas und ich) waren auf Einladung von Peter Sorger angereist, um ca. 20 Kindern zwischen fünf und vierzehn Jahren die deutsche Sprache näherzubringen. Obwohl (oder weil) Metzenseifen nicht am Meer liegt, stand das diesjährige Sprachlager ganz unter dem Motto „Seefahrt“. Ein Theaterstück sollte vorbereitet werden, in dem es um eine Phantasieseereise der Metzenseifener Kinder ging. Der Tag begann deshalb immer mit dem gemeinsamen Singen von Seemannsliedern wie „Wir lagen vor Madagaskar“ und „Wir fahren übers weite Meer“, die später auch in das Theaterstück eingebaut wurden.
Spiel, Spaß und Deutsch
In drei verschiedenen Gruppen wurde altersgerecht gespielt, gebastelt und Deutsch gelernt; nachmittags gingen viele Kinder zum Fußballspielen, eine andere Gruppe studierte Volkstänze ein. An den letzten beiden Tagen probten alle Gruppen intensiv für die Aufführung des Stückes, in dem sich alles um eine Begegnung mit dem geheimnisvollen Meereswesen „Moby Dünn“ drehte – ein Wesen, das bisher kaum jemand überhaupt gesehen hat, weil es so dünn ist. Und weil „alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren“, bekanntermaßen „Männer mit Bärten“ sein müssen, bastelten sich die Kinder Bärte aus Pappe und bunten Bindfäden – echte Kerle waren gefragt. Das etwas durchwachsene Wetter legte am Nachmittag der Aufführung glücklicherweise eine Regenpause ein, so dass wir unser Kindertheaterstück auf der Wiese hinter dem Hof vielen neugierigen Eltern und Großeltern präsentieren konnten. Fahrt durch die Zips Zum gelungenen Abschluss unseres Aufenthaltes lud uns Peter Sorger am letzten Tag zu einer kleinen Rundfahrt durch die Umgebung von Metzenseifen ein. Wir besichtigten die Orte Stoß, Göllnitz, Leutschau, die Zipser Burg und Kaschau und begaben uns auf die Spuren einer mir bisher unbekannten deutschen Vergangenheit. Es war eine sehr intensive, vergnügliche, interessante und auch arbeitsreiche Woche, die uns Betreuern viel Spaß gemacht hat. In der Organisation und Betreuung wurden wir tatkräftig und herzlich von Wilma Bröstl und ihrer „Damenriege” unterstützt – ihnen allen sei an dieser Stelle vielmals gedankt! Wir freuen uns auf eine Wiederkehr im nächsten Jahr.

Konrad