Laternenumzug

Laternenumzug in Zeche

Der 11. November ist im Kalender der Martinstag und an diesem Tag erleuchten den Abendhimmel bunte Lichter. In Malinová/Zeche kamen 130 große und kleine Bürger zum Laternenumzug. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Ortsgruppe des Karpatendeutschen Vereins. Gleich am Anfang hieß die Vorsitzende der Ortsgruppe Edita Grossová alle herzlich willkommen und die Kindergartenkinder sangen „Laterne, Laterne“. Wir erinnern uns noch daran, wie wir als Kinder ungeduldig auf dieses Datum gewartet haben. Das war auch immer der Tag, an dem der erste Schnee erwartet wurde. Das wurde uns von klein auf in der Schule, zuhause und bei den Großeltern erzählt. Am 11. November erinnert man sich an den heiligen Martin, der der Legende nach auf einem weißen Pferd ritt.
Die Geschichte des Heiligen
In einer Erzählung begaben wir uns zurück ins Jahr 320, als der spätere Heilige zur Welt kam. Mit 15 Jahren musste er in den Soldatendienst eintreten. Auf einer seiner Reisen traf er während eines kalten Winters einen frierenden Bettler. Martin teilte seinen Mantel und deckte den Bettler mit einer Hälfte davon zu. So rettete er dem armen Bettler das Leben. Diese Geschichte haben wir in einem Film gesehen, der direkt auf die Wand des Kulturhauses projiziert wurde.
Abendlicher Spaziergang durch Zeche
Und dann brannten auch schon die Kerzen in den Laternen und der Umzug zog langsam in die Richtung der Pestsäule, die im 18. Jahrhundert aufgestellt wurde. Die farbenfrohen Papierlaternen zogen die Augen aller auf sich. Und einige Glückslampions flogen in den Himmel zu den Sternen. Der abendliche Spaziergang ging dann weiter durch die Gassen von Zeche, die manchmal hell erleuchtet waren und manchmal in der Dunkelheit versanken. Alle Wege führten letztendlich zum Bürgeramt. Dort hatten die Mitglieder des Karpatendeutschen Vereins heißen Tee vorbereitet und jedes Kind erhielt Lebkuchen. Rund 80 Kinder nahmen an dem Umzug teil und gemeinsam mit den Eltern waren ungefähr 130 Personen anwesend. Im Schein der Lampions hielten sich alle noch eine Weile auf und am Ende blieb nur noch, für eine schöne Veranstaltung zu danken.

Mária Luprichová