Kolumne Kater Loisl

Schmidts Kater Loisl und das Frühlingsgärtnern

Čauky mňauky, allerseits! Bei mir in Prag-Michle hat sich der Frühling eingestellt. Das ist meine allergrößte Lieblings-Jahreszeit.

Die verbringe ich vorwiegend draußen, in meinem Garten. Da bin ich so intensiv beschäftigt, dass ich keine Zeit habe, eine ganze halbe Stunde neben meinem Dosenöffner, dem Herrn Schmidt, zu hocken und ihm meine Kolumne für Sie zu diktieren. Ich werfe meinem Schreiber jetzt nur noch ein paar Wortbrocken zu. Aus denen muss er dann ganz allein einen hübschen Text basteln.

Was ich in meinem Garten treibe, wollen Sie wissen? Ich bin der geborene Gärtner. Und die Anni von meinem Butler führt unter meiner Anleitung und meinen zwei sehr wachen Augen alle anfallenden Arbeiten im Grünen aus.

Ich selbst mache mir im Garten nur selten die Pfötchen schmutzig. Es reicht, wenn ich die Gesamtverantwortung trage. Wenn ich allein bin, grabe ich aber gern mal alle Jungpflanzen wieder aus, um zu sehen, wie sich ihre Wurzeln so entwickeln. Als Chef des Gartens muss ich da ja die Übersicht behalten. 95,2 Prozent der von mir begutachteten Jungpflanzen taten sich bisher etwas schwer damit, das Wiederausgraben zu überleben. Aber ich habe das immerhin fein säuberlich alles in meiner Statistik festgehalten. Da sieht man, wie bedeutungsschwer der Begriff Gesamtverantwortung ist.

Auch meine Katzenkumpel helfen gern mal in meinem Garten mit. Wilde Fangespiele mit ausgefahrenen Krallen für plötzliche Bremsmanöver tragen ausgezeichnet dazu bei, den Rasen zu vertikutieren. Manchmal reißen wir dabei zu große Löcher in den Rasen. Aber das könnten gut und gern auch Spuren von bösartigen Maulwürfen sein. Wir hassen die Maulwürfe dafür! Čauky mňauky!

Schmidts Kater Loisl und sein Butler Hans-Jörg Schmidt

Loisl