Steinmeier bei seiner Antrittsrede

Die Antrittsrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier hat am 22. März seinen Eid auf die deutsche Verfassung geschworen und ist somit der zwölfte Präsident der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Rede richtete Steinmeier kritische Worte an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und er beteuerte, er werde „parteiisch für die Sache der Demokratie“ eintreten. Es sei zwar nicht alles gut in Deutschland, aber vieles sei der Bundesrepublik nach einer bewegten und auch dunklen Geschichte geglückt. „Und deshalb haben wir allen Grund zu sagen: Lasst uns bewahren, was gelungen ist!“ Er kenne Weltregionen, in denen die Zukunft weit weniger gewiss sei als in Deutschland, so Steinmeier. Niemals wieder dürfe laut Steinmeier eine politische Kraft so tun, als habe sie allein den Willen des Volkes gepachtet. In der Demokratie trete das Volk immer im Plural auf. Hier können Sie sich die ganze Rede des neuen deutschen Bundespräsidenten anschauen:

Von Lippe nach Berlin

Steinmeier wurde 1956 als Sohn eines Tischlers und einer aus Breslau stammenden heimatvertriebenen Fabrikarbeiterin geboren. Er wuchs in Brakelsiek in Nordrhein-Westfalen auf. Steinmeier studierte Rechtswissenschaften sowie Politikwissenschaften und promovierte zum Thema „Tradition und Perspektiven staatlicher Intervention zur Verhinderung und Beseitigung von Obdachlosigkeit“. Bereits als Schüler engagierte er sich politisch. Seit 1975 ist er SPD-Mitglied. Der 61-Jährige war Chef des Bundeskanzleramtes als Gerhard Schröder Kanzler war. Steinmeier galt auch als ein enger politischer Vertrauter Schröders. Von 2005 bis 2009 sowie von 2013 bis 2017 war Steinmeier Außenminister, von 2007 bis 2009 auch Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Erst im Oktober war Frank Walter Steinmeier auf Besuch in der Slowakei. Er besuchte die Burgruine in Theben/Devin und das dortige Denkmal „Tor der Freiheit“. Auf der Feier zum Tag der deutschen Einheit hielt er außerdem eine Rede und kam auch mit den Deutschen in der Slowakei ins Gespräch.