Kolumne: Schmidts Kater Loisl und die Winter-Olymiade

Kolumne: Schmidts Kater Loisl und die Spiele

Čauky mňauky, allerseits! Na, haben Sie auch schon Olympische Ringe unter den Augen vom vielen Gucken am Fernseher? Immerhin sind diese Ringe nicht wirklich gesundheitsgefährdend, sie gehen auch von allein wieder weg, wenn die Spiele von Mailand und Cortina vorbei sind.

Ich bin beim Thema Olympia speziell und bei Sport allgemein hin- und hergerissen. Mein Butler, der Herr Schmidt, hat in seiner Kindheit ein paar Mal im Tor eines ruhmreichen deutschen Fußballvereins gestanden, der heute in der vierten Liga herumgurkt. Nicht so toll. Danach hat er sich sportlich nur noch als Schachspieler betätigt. So richtig Sport ist das ja nicht, finde ich. Aber mein Dosenöffner zitiert auch gern seinen Lieblingspolitiker Winston Churchill. Der soll einem Reporter auf dessen Frage, wie er, ein passionierter Zigarrenraucher und dem Whisky ebenso zugetan wie dem Champagner, sein hohes Alter erreicht habe, geantwortet haben: „No Sports“.

Das widerspricht der angeblich wissenschaftlich belegten These, dass Sport gesund sein soll. Ich halte das auch für Fake-News. In Mailand haben sich beispielsweise die französischen Eishockey-Frauen massenhaft mit dem Norovirus angesteckt, was unschöne Folgen hat: Man bekommt eine Art Magen-Darm-Grippe und dehydriert völlig. Wenn man nicht zum Arzt geht, kann man daran sterben. Jährlich gibt es weltweit 200.000 Fälle, die tödlich enden. Was sagt uns das? Eishockey ist lebensgefährlich. Das ist auch eine wichtige Nachricht für die Eishockey-Nation Slowakei.

Oder nehmen wir die US-amerikanische Skilegende Lindsey Vonn. Die ist in Cortina trotz eines kaputten Kreuzbands zum Abfahrtslauf gestartet und kurz darauf so schwer gestürzt, dass sie mit einem Hubschrauber abtransportiert und im Krankenhaus operiert werden musste. Ihre Karriere ist damit ganz traurig zu Ende gegangen.

Und mein Butler? Der ist der ultimative Beweis dafür, dass Sport nicht gesund ist. Er guckt von Beginn an die Olympischen Spiele. Er liegt dabei ständig auf seinem Sofa, steht nur auf, um sich ein neues Bier von der siebten Kellerstufe zu holen. Und ich liege schlafend auf dem Butler-Bauch. Wir sind beide also wirklich irre sportlich. Und was hat das meinem Butler gebracht? Ihm sind fünf neue Olympische Ringe um seinen Bauch gewachsen – Fett-Ringe! Von wegen – „Sport ist gesund“. Čauky mňauky!

Schmidts Kater Loisl und sein Butler Hans-Jörg Schmidt

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