Altstadt von Lübeck

UNESCO-Welterbe: Lübeck – die Mutter der Hanse

Die Hansestadt Lübeck liegt im Norden von Deutschland und im Südosten von Schleswig-Holstein an der Ostsee. Lübeck ist mit einer Einwohnerzahl von 220 000 gleich nach der Landeshauptstadt Kiel die Stadt mit den meisten Einwohnern. Die Stadt gehört der europäischen Metropolregion Hamburg an und ihre Altstadt steht seit 1987 auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahre 1160 erhielt die Hansestadt das Stadtrecht. Sie wird auch „Stadt der sieben Türme“ oder „Tor zum Norden“ genannt und gilt als „Königin“ und „Mutter der Hanse“. Seit dem Jahr 1972 ist Lübeck amtlich in zehn Stadtteile eingeteilt, die sich wiederum in insgesamt 35 Stadtbezirke gliedern.   Eine Insel voller Kulturdenkmale Der Touristenmagnet schlechthin ist die Innenstadt, die auf der Altstadtinsel zwischen Trave und Wakenitz liegt. Sie ist der älteste und flächenmäßig kleinste Stadtteil Lübecks. Seit dem 14. Dezember 1987 ist die mittelalterliche Altstadt mit ihren zahlreichen Kulturdenkmalen ein Teil des UNESCO-Welterbes. Damit wurde erstmals in Nordeuropa eine ganze Altstadt als Weltkulturerbe anerkannt. Bei der Eintragung sind die wichtigsten Bauwerke Lübecks einbezogen, wie der Baukomplex des Rathauses, das Burgkloster, der Koberg, der ein vollständig erhaltenes Viertel des späten 13. Jahrhunderts mit der Jakobikirche, dem Heilig-Geist-Hospital und den Baublöcken zwischen Glockengießer ist. Außerdem gehört die Aegidienstraße dazu, das Viertel der Patrizierhäuser des 15. und 16. Jahrhunderts zwischen Petrikirche und Dom, das Holstentor, das Kaisertor auf den Wallanlagen am Elbe-Lübeck-Kanal und die Salzspeichen am linken Traveufer.
Lübeck Marienkirche

Die Marienkirche prägt das Bild der Stadt maßgeblich.

 
Die Lübecker Marienkirche
Bei einem Spaziergang durch die Stadt kann man die bekannte Lübecker Marienkirche ganz schnell finden, die in den Jahren 1277 bis 1351 erbaut wurde und auch ein Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt ist. Sie gilt als eines der Hauptwerke und als „Mutterkirche“ der Backsteingotik, die vom Wendischen Städtebund aus Verbreitung im nordeuropäischen Raum fand. Die Lübecker Bürger- und Marktkirche ist ein Symbol für Macht und Wohlstand der alten Hansestadt und befindet sich auf dem höchsten Punkt der Lübecker Altstadtinsel. Gleich neben der Marienkirche befindet sich der Markt mit dem Rathaus, das das Herz der Stadt bildet. Das Besondere an diesem Rathaus ist, dass es nicht in einem Stil erbaut wurde, sondern man sieht auch heute noch deutlich, dass es seit dem 12. Jahrhundert immer wieder erweitert wurde. Man kann hier Baustile von der Gotik über die Renaissance bis hin zur Moderne finden.
Lübeck Hostentor

Ein Wahrzeichen der Hansestadt: das berühmte Holstentor

Das berühmte Holstentor
Zur Innenstadt gehört auch das Holstentor, ein Stadttor, das die Altstadt der Hansestadt Lübeck nach Westen begrenzt und als Wahrzeichen Lübecks gilt. In den Räumen dieses Tores befindet sich schon seit dem Jahr 1950 ein Stadtgeschichtliches Museum der Stadt Lübeck. Dieses spätgotische Gebäude gehört zu den Überresten der Lübecker Stadtbefestigung. Die Stadt Lübeck ist aber auch durch eine Leckerei sehr bekannt geworden. Wissen Sie welche? Genau! Das Lübecker Marzipan. Der Konditoreimeister Johann Georg Niederegger, der im Jahre 1777 im Ulm geboren wurde, gründete im Jahre 1806 das Unternehmen Niederegger, in dem er die Konditorei Maret in Lübeck auf eigene Rechnung übernahm. Im Jahre 1822 wurde er Mitglied der Kaufmannschaft zu Lübeck. Dieser Konditoreimeister verhalf dem Unternehmen zu Ruhm und noch heute genießt man das Niederegger Marzipan auf der ganzen Welt. Also, wenn jemand einen Besuch in Lübeck plant, sollte er nicht vergessen auch einen Besuch in dieser Konditorei einzuplanen.

Anna Fábová

Pädagogische Fakultät Comenius-Universität Bratislava/Pressburg (Quellen: wikipedia.org, niederegger.de)